Warum dein Marketing ohne Google Tag Manager blind ist – und du trotzdem Geld ausgibst

Es gibt ein Problem im Marketing, das viele Handwerksbetriebe gar nicht sehen. Nicht, weil sie zu wenig Werbung machen. Nicht, weil sie keine Webseite haben. Und auch nicht, weil sie bei Google überhaupt nicht gefunden werden.

Sondern weil sie nicht wissen, was nach dem Klick passiert.

Jemand sieht deinen Betrieb bei Google. Jemand klickt auf deine Webseite. Jemand schaut sich deine Leistungen an. Vielleicht klickt diese Person auf deine Telefonnummer, auf deine E-Mail-Adresse oder auf dein Kontaktformular.

Und dann?

Dann wird es bei vielen Betrieben dunkel.

Genau hier beginnt das eigentliche Problem. Denn Marketing ist nicht einfach nur Sichtbarkeit. Marketing ist Messbarkeit. Wenn du nicht weißt, woher deine Anfragen kommen, was auf deiner Webseite passiert und welche Besucher wirklich Kontakt aufnehmen, dann steuerst du nicht. Dann rätst du.

Und Raten ist kein Marketing.

Raten ist Geldverbrennen mit Bauchgefühl.

Die wichtigste Software im Marketing ist nicht deine Webseite


Viele Handwerksbetriebe glauben, ihre Webseite sei das zentrale Marketinginstrument. Das stimmt nur halb.

Natürlich brauchst du eine Webseite. Natürlich muss sie vernünftig aussehen. Natürlich muss sie erklären, was du machst. Aber die Webseite allein beantwortet dir nicht die entscheidende Frage:

Was passiert auf dieser Webseite?

Genau dafür brauchst du den Google Tag Manager.

Der Google Tag Manager ist im Kern keine schöne Software, die man jeden Tag anschaut. Er ist eher die Messstation unter der Motorhaube. Von außen sieht man ihn nicht. Aber ohne ihn weißt du nicht, was dein Marketing wirklich leistet.

Der Google Tag Manager ist im Kern keine schöne Software, die man jeden Tag anschaut. Er ist eher die Messstation unter der Motorhaube. Von außen sieht man ihn nicht. Aber ohne ihn weißt du nicht, was dein Marketing wirklich leistet.

Das alles sind keine Nebensächlichkeiten.

Das sind Signale.

Und diese Signale zeigen dir, ob deine Webseite nur besucht wird – oder ob sie tatsächlich Kundenanfragen erzeugt.

Search Console zeigt dir den Weg zur Webseite. Der Tag Manager zeigt dir, was danach passiert.


Hier wird oft etwas durcheinandergebracht. Die Google Search Console zeigt dir, wie Menschen zu deiner Webseite kommen. Also zum Beispiel, bei welchen Suchbegriffen du angezeigt wurdest, wie oft deine Webseite in Google gesehen wurde, wie oft geklickt wurde und welche Seiten überhaupt Besucher bringen.

Das ist wichtig. Keine Frage.

Aber die Search Console hört im Prinzip dort auf, wo der Besucher auf deiner Webseite landet. Ab diesem Moment brauchst du den Google Tag Manager.

Aber die Search Console hört im Prinzip dort auf, wo der Besucher auf deiner Webseite landet. Ab diesem Moment brauchst du den Google Tag Manager.

Und genau diese Kombination ist entscheidend. Denn was bringt es dir, wenn du weißt, dass 1.000 Menschen auf deiner Webseite waren, aber nicht weißt, ob davon 3, 30 oder 300 Kontakt aufgenommen haben?

Nichts.

Dann hast du Besucher. Aber keine Steuerung.

Conversion heißt: Aus einem Besucher wird eine echte Chance


Viele reden im Marketing über Reichweite, Klicks und Sichtbarkeit. Das klingt gut. Ist aber nur die halbe Wahrheit.

Entscheidend ist die Conversion.

Conversion bedeutet: Ein Besucher macht etwas, das für deinen Betrieb wertvoll ist. Er ruft an. Er schreibt eine E-Mail. Er trägt sich ein. Er fordert ein Angebot an. Er hinterlässt seine Kontaktdaten. Kurz gesagt: Aus einem anonymen Webseitenbesuch wird eine echte Verkaufschance.

Und genau das muss gemessen werden. Denn sonst weißt du nicht, ob dein Marketing funktioniert. Du weißt dann vielleicht: „Wir hatten viele Besucher.“ Aber du weißt nicht: „Welche Besucher haben wirklich angefragt?“

Und genau das muss gemessen werden. Denn sonst weißt du nicht, ob dein Marketing funktioniert. Du weißt dann vielleicht: „Wir hatten viele Besucher.“ Aber du weißt nicht: „Welche Besucher haben wirklich angefragt?“

Ohne Daten bleibt dein Marketing ein Würfelspiel


Viele Betriebe machen Werbung ungefähr so: Wir posten mal etwas. Wir schalten mal eine Anzeige. Wir machen mal eine neue Webseite. Wir probieren mal Google Ads. Wir machen mal Facebook. Wir machen mal Instagram.

Und danach wird geschätzt.

„Ich glaube, das hat etwas gebracht.“
„Gefühlt war mehr los.“
„Da kamen ein paar Anfragen.“
„Das müsste eigentlich funktionieren.“

Das ist kein System. Das ist Würfeln.

Der Google Tag Manager sorgt dafür, dass aus diesem Würfeln ein messbarer Prozess wird. Du kannst sehen, welche Quelle Besucher bringt, welche Quelle Anfragen bringt, welche Kampagne funktioniert, welche Seite konvertiert, wo Menschen abspringen und welche Maßnahme nur Klicks bringt – aber keine echten Kontakte.

Und genau das brauchst du, wenn du Marketing nicht als Hobby betreiben willst, sondern als Werkzeug für Wachstum.

Bewegungsabläufe sichtbar machen


Der Google Tag Manager macht im Grunde Bewegungsabläufe sichtbar. Nicht im Sinne von: „Wir beobachten Menschen privat.“ Sondern im Sinne von: Wir verstehen, wie sich Besucher auf unserer Webseite verhalten.

Kommt jemand über Facebook? Über Google? Über LinkedIn? Über den WhatsApp-Channel? Über eine Anzeige? Über einen Newsletter?

Und was macht diese Person dann?

Schaut sie nur? Klickt sie weiter? Ruft sie an? Trägt sie sich ein? Fordert sie etwas an?

Das ist wichtig, weil du sonst die falschen Schlüsse ziehst. Vielleicht bringt dir Facebook viele Klicks, aber keine Kunden. Vielleicht bringt dir Google weniger Klicks, aber bessere Anfragen. Vielleicht funktioniert dein Newsletter besser, als du denkst. Vielleicht ist deine schönste Unterseite komplett wertlos.

Ohne Messung weißt du es nicht.

Und wenn du es nicht weißt, kannst du es nicht verbessern.

Retargeting: Warum dich manche Anzeigen scheinbar verfolgen


Jetzt kommt ein Punkt, den jeder kennt. Du warst einmal auf einer Webseite. Danach siehst du überall Anzeigen von diesem Anbieter. Auf Facebook. Auf Instagram. Auf Nachrichtenseiten. Auf anderen Webseiten. Immer wieder.

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Das ist kein Zufall.

Das ist Retargeting.

Du warst auf einer Seite. Dein Besuch wurde als Ereignis erkannt. Danach können dir gezielt wieder Anzeigen ausgespielt werden. Und genau hier wird es für Handwerksbetriebe spannend.

Denn ein Kunde entscheidet sich selten beim ersten Kontakt. Gerade bei größeren Themen wie Bad, Heizung, Sanierung oder Modernisierung passiert der Kauf nicht nach einem einzigen Webseitenbesuch. Der Interessent schaut, vergleicht, denkt nach, spricht mit der Familie, schiebt es auf und kommt später wieder.

Und genau deshalb musst du sichtbar bleiben.

Der erste Kontakt verkauft selten. Die Wiederholung verkauft.


Viele Betriebe denken: Der Kunde war auf meiner Webseite. Wenn er Interesse hat, meldet er sich schon.

Das ist naiv.

Menschen werden abgelenkt. Menschen vergleichen. Menschen vergessen. Menschen brauchen mehrere Kontaktpunkte.

Vielleicht sieht der Interessent zuerst deine Webseite. Dann fährt er an deinem Firmenfahrzeug vorbei. Dann sieht er eine Anzeige auf Facebook. Dann sieht er einen Hinweis auf einen Zuschuss. Dann liest er einen Artikel. Dann googelt er dich noch einmal. Dann ruft er an.

So entsteht Vertrauen.

Nicht durch einen einzigen Kontakt, sondern durch Wiederholung. Und genau dafür ist Retargeting stark. Du lässt den Interessenten nicht einfach wieder verschwinden. Du bleibst präsent.

Nicht aufdringlich im persönlichen Gespräch. Sondern sichtbar im digitalen Raum.

Sichtbarkeit wird rund, wenn online und offline zusammenspielen


Gutes Marketing besteht nicht aus einer einzigen Maßnahme. Es ist das Zusammenspiel aus mehreren Kontaktpunkten.

Der Kunde sieht dein Fahrzeug, deine Webseite, deine Anzeige, deine Google-Bewertungen, vielleicht eine Empfehlung, vielleicht einen Artikel, vielleicht einen Post. Er begegnet dir immer wieder. Und irgendwann entsteht Vertrautheit.

Vertrautheit ist im Handwerk extrem wichtig. Denn der Kunde kauft kein digitales Produkt, das er notfalls wieder zurückschickt. Er lässt dich in sein Haus. In sein Bad. In seine Heizung. In seine Baustelle. In sein Problem.

Dafür braucht er Vertrauen.

Und Vertrauen entsteht nicht durch Zufall. Es entsteht durch saubere Sichtbarkeit.

Bitte keine neue Webseite bauen, bevor du deine alte verstanden hast


Jetzt kommt ein Fehler, der richtig teuer werden kann. Viele Betriebe sagen irgendwann: „Wir brauchen eine neue Webseite.“

Vielleicht stimmt das. Vielleicht aber auch nicht.

Die erste Frage ist nicht: „Gefällt uns die Webseite noch?“ Die erste Frage ist: „Wie funktioniert die Webseite?“

Wie viele Menschen kommen drauf? Woher kommen sie? Welche Seiten werden angeschaut? Wie viele Besucher nehmen Kontakt auf? Welche Kontaktwege funktionieren? Welche Seite bringt Anfragen? Welche Seite bringt nichts?

Wenn du das nicht weißt, ist eine neue Webseite gefährlich. Denn dann kann es passieren, dass du Tausende Euro ausgibst und am Ende eine schönere Webseite hast, die schlechter verkauft.

Das klingt hart. Ist aber möglich.

Vielleicht ist deine alte Webseite optisch nicht perfekt, aber sie konvertiert gut. Vielleicht wird sie bei Google gut gefunden. Vielleicht bringt sie regelmäßig Anfragen. Vielleicht funktioniert sie besser, als du denkst.

Und wenn du das nicht misst, schmeißt du im Zweifel etwas weg, das funktioniert.

Schön ist nicht gleich wirksam


Viele Unternehmer verwechseln Design mit Leistung. Eine Webseite kann modern aussehen und trotzdem keine Anfragen bringen. Sie kann schöne Bilder haben und trotzdem schlecht gefunden werden. Sie kann elegant wirken und trotzdem Besucher verlieren.

Andersherum kann eine etwas ältere Webseite erstaunlich gut funktionieren, wenn sie klar ist, gut gefunden wird und die richtigen Kontaktmöglichkeiten bietet.

Deshalb gilt:

Nicht zuerst über Schönheit sprechen.
Zuerst über Zahlen sprechen.

Wie viele Besucher? Wie viele Anfragen? Welche Conversion-Rate? Welche Quelle? Welche Seite?

Erst dann entscheidest du, ob du eine neue Webseite brauchst.

Alles andere ist Geschmack.

Und Geschmack bezahlt keine Rechnungen.

Der Google Tag Manager kostet nichts – aber er muss sauber eingerichtet werden


Das Schöne ist: Der Google Tag Manager selbst kostet nichts. Der Schwabe freut sich.

Aber das heißt nicht, dass das Thema automatisch erledigt ist. Denn ein Werkzeug ist nur so gut wie seine Einrichtung.

Du musst definieren, welche Ereignisse gemessen werden sollen. Zum Beispiel: Klick auf Telefonnummer, Klick auf E-Mail-Adresse, abgeschicktes Formular, erreichte Dankeseite, geklickter Button, besuchte Leistungsseite, Newsletter-Anmeldung, gestartete Anfrage oder abgeschlossene Anfrage.

Und dann müssen diese Ereignisse sauber an die richtigen Systeme weitergegeben werden. Zum Beispiel an Google Analytics, Google Ads, Meta, LinkedIn oder andere Plattformen.

Erst dann entsteht ein Bild.

Vorher hast du nur einzelne Puzzleteile.

Erst messen. Dann entscheiden.


Die Reihenfolge ist entscheidend.

Nicht: Neue Webseite bauen, hoffen und irgendwann später messen.

Sondern: Bestehende Webseite messen, Zahlen verstehen, Schwachstellen erkennen, verbessern und danach wieder messen.

Das ist sauberes Marketing.

Alles andere ist Aktionismus. Und Aktionismus ist im Handwerk teuer. Nicht nur in Geld, sondern auch in Zeit, Aufmerksamkeit und Nerven.

Denn am Ende sitzt du wieder da und fragst dich:

„Hat das jetzt eigentlich etwas gebracht?“

Diese Frage darf nicht offenbleiben.

Deine Hausaufgabe: Mach dein Marketing messbar


Wenn du aus diesem Thema nur eine Sache mitnimmst, dann diese: Baue deinen Google Tag Manager sauber ein.

Nicht irgendwann. Nicht wenn mal Zeit ist. Nicht erst nach der neuen Webseite. Sondern als Grundlage.

Definiere deine wichtigsten Ereignisse. Miss deine Kontaktpunkte. Verknüpfe deine Plattformen. Schau dir an, was wirklich passiert. Und triff Marketingentscheidungen nicht mehr aus dem Bauch heraus.

Denn dein Bauchgefühl kann gut sein.

Aber Zahlen sind besser.

Fazit: Wer nicht misst, kann nicht steuern


Der Google Tag Manager ist keine Spielerei für große Marketingabteilungen. Er ist ein grundlegendes Werkzeug für jeden Betrieb, der wissen will, ob sein Marketing funktioniert.

Er zeigt dir, was auf deiner Webseite passiert. Er macht Kontaktpunkte sichtbar. Er ermöglicht Retargeting. Er hilft dir, Werbung besser zu steuern. Und er schützt dich vor teuren Fehlentscheidungen.

Vor allem aber sorgt er für Klarheit.

Und Klarheit ist im Marketing genauso wichtig wie im Betrieb.

Wenn du nicht weißt, was passiert, bleibt nur Hoffnung. Und Hoffnung ist kein System.

Ein Betrieb, der wachsen will, braucht keine wilden Marketingideen. Er braucht saubere Daten, klare Prozesse und die Disziplin, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.

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Autor Manuel Epli

Über den Autor Manuel Epli


Manuel Epli studierte an der Universität Ulm die Fächer Mathematik, Informatik, Pädagogik und Psychologie. Er ist Gründer von eLearningPlus, einer Marke der digi professionals GmbH aus Ulm.


Die digi professionals GmbH ist ein TÜV- und AZAV-zertifiziertes Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von zielführenden und hochwertigen E-Learning-Maßnahmen und digitalen Schulungsplattformen spezialisiert hat.


Mit einer 3-stelligen Wachstumsrate pro Jahr, über 25 Mitarbeitern, sowie mehr als 500 betreuten Kunden gehört die digi professionals GmbH zu den führenden E-Learning-Anbietern im gesamten DACH-Raum.

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