Microsoft 365 im Handwerk: Warum das Tool mehr ist als nur Word, Excel und Outlook

Viele Handwerksbetriebe nutzen Microsoft 365 bereits.

Zumindest irgendwie.

E-Mails laufen über Outlook.
Word und Excel sind installiert.
Vielleicht gibt es Teams.
Vielleicht liegen Dateien irgendwo in OneDrive.
Vielleicht nutzt der Betrieb noch einen Server im Keller.
Und vielleicht zahlt man jeden Monat für Lizenzen, ohne genau zu wissen, ob diese überhaupt richtig gewählt sind.

Genau hier liegt ein großes Potenzial.

Denn Microsoft 365 ist nicht einfach nur ein Office-Paket. Richtig eingerichtet kann es zur zentralen Kommunikations- und Organisationsstruktur im Handwerksbetrieb werden.

Es hilft bei E-Mails, Kalendern, Dateiablage, Baustellenkommunikation, Geräteverwaltung, Videobesprechungen, Zugängen, Dokumentation und interner Abstimmung.

Aber nur, wenn man es sauber aufbaut.

Microsoft 365 ist ein Baukasten


Ein häufiger Fehler ist, Microsoft 365 einfach pauschal zu buchen.

Alle Mitarbeiter bekommen die gleiche Lizenz.
Alle zahlen das Gleiche.
Keiner prüft, wer welche Funktionen wirklich braucht.

Das kann unnötig teuer werden.

Denn Microsoft 365 funktioniert wie ein Baukasten. Nicht jeder Mitarbeiter braucht das gleiche Paket.

Ein Mitarbeiter auf der Baustelle mit Geschäftshandy oder Tablet braucht andere Funktionen als eine Person im Büro, die täglich mit Outlook, Excel, Word, Teams, Kalendern und Dateiablage arbeitet.

Deshalb sollte ein Betrieb zuerst unterscheiden:

  • Wer arbeitet hauptsächlich im Büro?
  • Wer arbeitet hauptsächlich mobil?
  • Wer braucht einen Laptop?
  • Wer braucht nur ein Smartphone oder Tablet?
  • Wer braucht volle Office-Programme?
  • Wer braucht nur E-Mail, Teams und Zugriff auf bestimmte Dateien?
  • Wer muss Geräte verwalten?
  • Wer braucht Zugriff auf zentrale Speicherbereiche?

Erst danach sollte entschieden werden, welche Lizenzen wirklich sinnvoll sind.

Die richtige Lizenz spart jeden Monat Geld


Gerade bei mehreren Mitarbeitern summieren sich falsche Lizenzen schnell.

Wenn ein Betrieb für alle Mitarbeiter große Premium-Lizenzen bucht, obwohl ein Teil der Mannschaft nur mobile Basisfunktionen benötigt, entstehen unnötige Kosten.

Für Baustellenmitarbeiter reicht oft eine kleinere Lizenz plus Geräteverwaltung. Für Büroarbeitsplätze ist dagegen häufig eine umfangreichere Lizenz sinnvoll.

Wichtig ist also nicht:
„Welche Lizenz ist die teuerste?“

Sondern:
Welche Lizenz passt zu welchem Arbeitsplatz?

Das ist besonders wichtig, weil Microsoft die Preise und Lizenzmodelle immer wieder verändert. Deshalb sollte ein Betrieb regelmäßig prüfen, ob die aktuelle Lizenzstruktur noch sinnvoll ist.

Microsoft 365 kann den Server im Keller ersetzen


Viele Handwerksbetriebe haben historisch noch klassische Serverstrukturen.

Ein lokaler Server im Betrieb.
Ein gemeinsames Laufwerk.
Viele Ordner.
Viele alte Dateien.
Eine Firewall davor.
Regelmäßige Wartung.
Backups.
IT-Aufwand.
Kosten.

Früher war das normal. Heute muss man prüfen, ob das wirklich noch nötig ist.

Microsoft 365 bietet mit OneDrive und SharePoint Möglichkeiten, Dateien zentral in der Cloud abzulegen und den Zugriff sauber zu steuern.

Der Vorteil:

  • kein klassischer Dateiserver im Keller nötig
  • Zugriff von verschiedenen Geräten
  • zentrale Rechtevergabe
  • bessere Zusammenarbeit
  • einfache Synchronisation
  • weniger lokaler Wartungsaufwand
  • bessere Skalierbarkeit

Natürlich muss die Struktur sauber geplant werden. Aber für viele Betriebe kann Microsoft 365 einen großen Teil der klassischen Serverlandschaft ersetzen.

Zentrale Dateiablage statt Datenchaos


Ein typisches Problem in Handwerksbetrieben: Dateien liegen überall.

Ein Angebot liegt auf dem Desktop.
Ein Foto liegt auf dem Handy.
Ein Plan liegt im E-Mail-Anhang.
Ein Protokoll liegt im Download-Ordner.
Ein anderer Mitarbeiter hat eine ältere Version lokal gespeichert.

So entsteht Chaos.

Mit Microsoft 365 kann eine zentrale Dateiablage aufgebaut werden. Zum Beispiel über OneDrive oder SharePoint.

Dann gibt es klare Speicherorte:

  • Geschäftsführung
  • Büro
  • Projekte
  • Baustellen
  • Kundenunterlagen
  • Marketing
  • Buchhaltung
  • Vorlagen
  • interne Dokumente

Wichtig ist: Die Dateiablage darf nicht einfach wachsen. Sie braucht eine Struktur.

Sonst entsteht nur ein digitaler Kellerraum.

Speicherplatz richtig planen


Gerade Betriebe, die viele Bilder, Videos, Pläne oder Dokumentationen speichern, brauchen ausreichend Speicherplatz.

Microsoft bietet dafür unterschiedliche Möglichkeiten. Im Podcast wird beispielhaft beschrieben, wie über zusätzliche OneDrive-Lizenzen größerer Speicherplatz aufgebaut werden kann.

Der entscheidende Punkt ist nicht die einzelne Lizenzbezeichnung, sondern die Idee dahinter:

Der Betrieb braucht einen zentralen, ausreichend großen und sauber verwalteten Speicherbereich.

Dieser Speicherbereich sollte nicht an eine einzelne Person gebunden sein. Besser ist ein zentraler Firmen-Speicher, auf den die richtigen Personen Zugriff haben.

So bleiben Daten im Unternehmen – und nicht auf einzelnen Mitarbeiterkonten verstreut.

Jeder Mitarbeiter braucht eine eigene E-Mail-Adresse


Eine eigene geschäftliche E-Mail-Adresse für jeden Mitarbeiter ist heute keine Luxusfrage mehr.

Sie ist Grundlage für saubere Kommunikation.

Wenn alle über Sammeladressen, private E-Mail-Konten oder fremde Postfächer arbeiten, wird es unübersichtlich.

Mit Microsoft 365 kann jeder Mitarbeiter eine eigene geschäftliche Adresse bekommen. Darüber laufen dann:

  • E-Mail
  • Kalender
  • Teams
  • Zugänge
  • Datei-Freigaben
  • Besprechungen
  • interne Kommunikation
  • externe Kommunikation

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Das schafft Ordnung.

Wichtig ist aber auch hier: Nicht einfach ein Konto anlegen und hoffen, dass alles funktioniert.

Mitarbeiter müssen eingewiesen werden.

E-Mail-Kommunikation muss eingerichtet werden


Viele Betriebe setzen voraus, dass jeder Mitarbeiter professionell E-Mails schreiben kann.

Das stimmt nicht immer.

Deshalb sollte der Betrieb Standards vorgeben:

  • einheitliche Signatur
  • korrekte Kontaktdaten
  • klare Betreffzeilen
  • sinnvolle Anrede
  • verständliche Sprache
  • Regeln für Weiterleitungen
  • Regeln für Kundenantworten
  • Regeln für interne E-Mails

Eine gute Signatur kann zentral vorbereitet und ausgerollt werden. Das wirkt professioneller und reduziert Fehler.

Gerade nach außen ist das wichtig. Denn jede E-Mail ist ein Kontaktpunkt mit Kunden, Lieferanten oder Partnern.

Intune: Geräte zentral verwalten


In der vorherigen Podcast-Folge ging es bereits um Mobile Device Management. Bei Microsoft heißt diese Geräteverwaltung Intune.

Damit kann ein Betrieb Smartphones, Tablets und Computer zentral verwalten.

Das ist besonders relevant, wenn Mitarbeiter Geschäftsgeräte nutzen.

Über Intune kann festgelegt werden:

  • welche Apps installiert werden
  • welche Geräte zugelassen sind
  • welche Sicherheitsregeln gelten
  • welche Updates notwendig sind
  • welche Zugriffe erlaubt sind
  • welche Daten geschützt werden
  • welche Geräte bei Verlust gesperrt werden können

Das spart Zeit und schafft Kontrolle.

Ein neues Gerät muss nicht mehr manuell stundenlang eingerichtet werden. Es wird zentral in die Struktur eingebunden.

Microsoft 365 bringt Struktur in das Onboarding


Ein neuer Mitarbeiter startet im Betrieb.

Was passiert häufig?

Jemand muss ein E-Mail-Konto anlegen.
Das Handy muss eingerichtet werden.
Apps müssen installiert werden.
Zugriffe müssen vergeben werden.
Passwörter müssen erklärt werden.
Kalender müssen freigegeben werden.
Teams muss eingerichtet werden.
Dateizugriffe müssen passen.

Wenn es dafür keinen Prozess gibt, dauert das lange und wird jedes Mal anders gemacht.

Mit Microsoft 365, Intune und klaren Rollen kann das Onboarding deutlich einfacher werden.

Der Mitarbeiter bekommt:

  • Firmenkonto
  • E-Mail-Adresse
  • Teams-Zugang
  • die richtigen Apps
  • Zugriff auf die passenden Dateien
  • Kalenderstruktur
  • Geschäftshandy oder Laptop
  • definierte Kommunikationswege

Das Ziel: Ein neuer Mitarbeiter soll schnell arbeitsfähig sein, ohne dass der Betrieb jedes Mal improvisiert.

Single Sign-On: Ein Zugang für viele Systeme


Ein weiterer großer Vorteil von Microsoft 365 ist die Möglichkeit, viele Anwendungen über einen zentralen Account zu steuern.

Das nennt man Single Sign-On.

Der Mitarbeiter meldet sich mit seinem Firmenkonto an und kann darüber verschiedene Systeme nutzen.

Der Vorteil:

  • weniger Passwörter
  • weniger Chaos
  • bessere Kontrolle
  • einfacheres Onboarding
  • einfacheres Offboarding
  • höhere Sicherheit

Wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, kann der zentrale Account gesperrt werden. Damit verlieren viele angebundene Systeme automatisch den Zugriff.

Das ist deutlich sauberer als verstreute Einzelzugänge.

Teams als Kommunikationszentrale


Eines der stärksten Werkzeuge in Microsoft 365 ist Teams.

Viele Betriebe kennen Teams nur als Videokonferenz-Tool. Aber Teams kann deutlich mehr.

Richtig genutzt kann es zur zentralen Kommunikationsschnittstelle zwischen Büro, Baustelle, Projektleitung und Monteuren werden.

Teams kann eingesetzt werden für:

  • Chats
  • Videokonferenzen
  • Baustellenbesprechungen
  • Projektkanäle
  • Dateiablage
  • Rückfragen
  • Dokumentation
  • Terminplanung
  • interne Abstimmung
  • Wissenstransfer

Gerade im Handwerk kann Teams viele Wege verkürzen.

Baustellenbesprechungen ohne Fahrzeit


Ein großer Zeitfresser im Handwerk sind Abstimmungen vor Ort.

Natürlich gibt es Situationen, in denen jemand auf die Baustelle fahren muss. Aber nicht jede Rückfrage, jede Besprechung und jede Abstimmung braucht einen Vor-Ort-Termin.

Mit Teams können Projektleiter, Bauleiter, Monteure, Büro und Vertrieb schnell zusammenkommen – auch wenn sie an unterschiedlichen Orten sind.

Das spart:

  • Fahrzeit
  • Abstimmungsaufwand
  • Wartezeit
  • unnötige Unterbrechungen
  • doppelte Erklärungen

Single Sign-On: Ein Zugang für viele Systeme


Neben den Geräten selbst sind auch Zugänge ein großes Thema.

Viele Betriebe nutzen heute zahlreiche Softwarelösungen:

  • Microsoft 365
  • Google Workspace
  • Branchensoftware
  • Aufmaß-Apps
  • Zeiterfassung
  • Projektmanagement
  • Bildbearbeitung
  • Dokumentenablage
  • Messenger
  • Kalender
  • E-Mail

Eine kurze Online-Besprechung kann reichen, um ein Problem zu klären, eine Entscheidung zu treffen oder den nächsten Schritt festzulegen.

Hilfe per Video direkt von der Baustelle


Ein besonders praktischer Einsatz im Handwerk:

Ein Mitarbeiter steht auf der Baustelle und kommt nicht weiter.
Statt lange zu telefonieren oder jemanden hinzuschicken, startet er einen Teams-Videoanruf.

Der Meister oder Projektleiter sieht direkt, worum es geht.

Das Problem kann live gezeigt werden.
Der Kollege kann Rückfragen stellen.
Eine Lösung kann gemeinsam gefunden werden.

Das spart Zeit und verhindert Missverständnisse.

Zusätzlich kann so ein Gespräch aufgezeichnet oder später dokumentiert werden. Daraus kann internes Wissen entstehen.

Wissen einmal erklären statt zehnmal


In vielen Betrieben werden die gleichen Dinge immer wieder erklärt.

Ein Mitarbeiter fragt.
Dann fragt der nächste.
Dann kommt ein neuer Azubi.
Dann fragt jemand im Kundendienst.
Dann erklärt der Meister das gleiche Problem wieder.

Teams kann helfen, Wissen zu dokumentieren.

Wenn ein technisches Problem gelöst wird, kann daraus ein kurzes Video, eine Besprechungsnotiz oder eine Datei entstehen. Diese wird im passenden Kanal abgelegt.

So können Mitarbeiter später selbst nachschauen.

Das ist besonders wertvoll für:

  • wiederkehrende Fehler
  • Wartungsabläufe
  • technische Erklärungen
  • Baustellenbesonderheiten
  • interne Standards
  • Schulungen
  • Übergaben

So wird aus Kommunikation Wissen.

Pro Projekt ein Kanal


Teams wird nur dann gut, wenn die Struktur stimmt.

Ein sinnvoller Ansatz ist:

pro Projekt oder Baustelle ein eigener Kanal.

Dort landen dann alle relevanten Informationen:

  • Fotos
  • Rückfragen
  • Dokumente
  • Termine
  • Absprachen
  • Materialfragen
  • Protokolle
  • kurze Updates
  • Hinweise aus dem Büro
  • Informationen vom Monteur

Wichtig ist eine klare Benennung.

Zum Beispiel:
2026-014 - Müller - Badsanierung Ulm

Oder:
ProjektNr - Kunde - Ort

Der genaue Aufbau ist weniger wichtig als die Konsequenz. Entscheidend ist, dass alle Kanäle nach dem gleichen System benannt werden.

Nur dann bleibt Teams übersichtlich.

Teams ist kein Ablage-Chaos


Ein Fehler wäre, Teams einfach als neue Sammelstelle zu nutzen.

Dann wird aus dem alten Serverchaos nur ein neues Teams-Chaos.

Deshalb muss vorher entschieden werden:

  • Was gehört in Teams?
  • Was gehört in die Branchensoftware?
  • Was gehört in OneDrive oder SharePoint?
  • Welche Dateien werden wo final abgelegt?
  • Welche Informationen dienen nur der schnellen Kommunikation?
  • Wer ist verantwortlich für die Übertragung in die Projektakte?

Im Podcast wird beschrieben, dass Teams zum Beispiel als schneller Informationskanal genutzt werden kann. Fotos oder Hinweise werden zuerst in Teams geteilt, damit alle informiert sind. Danach können relevante Dokumente in die Branchensoftware oder Projektakte übernommen werden.

So verbindet man Geschwindigkeit mit Ordnung.

15-Uhr-Bericht direkt in Teams


Ein praktischer Prozess für Baustellen kann ein kurzer Tagesbericht sein.

Zum Beispiel jeden Tag um 15 Uhr:

  • Was wurde heute erledigt?
  • Was fehlt noch?
  • Gibt es Probleme?
  • Wird Material benötigt?
  • Gibt es Rückfragen?
  • Gibt es Fotos vom Stand?
  • Muss der Kunde informiert werden?

Dieser Bericht kann direkt im passenden Teams-Kanal landen.

Der Vorteil:

Der Projektleiter ist informiert.
Das Büro weiß Bescheid.
Rückfragen werden schneller erkannt.
Probleme fallen früher auf.

So entsteht ein einfacher Kommunikationsrhythmus.

Dateien überall auf gleichem Stand


Ein großer Vorteil der Microsoft-Welt ist die Synchronisation.

Wenn eine Datei an einem zentralen Ort abgelegt wird, können berechtigte Mitarbeiter von verschiedenen Geräten darauf zugreifen.

Das heißt:

  • im Büro am PC
  • unterwegs am Laptop
  • auf der Baustelle mit dem Tablet
  • mobil über das Smartphone

Alle arbeiten mit dem gleichen Stand.

Das reduziert Versionschaos.

Keine Datei heißt mehr:
Angebot_final_neu_final2_wirklich_final.xlsx

Stattdessen gibt es eine zentrale Datei, die gemeinsam genutzt wird.

Teams und Outlook zusammendenken


Teams entfaltet seine Stärke besonders in Kombination mit Outlook und Kalendern.

Besprechungen können direkt aus Outlook geplant werden.
Teams-Links werden automatisch erstellt.
Teilnehmer werden eingeladen.
Kalender zeigen Verfügbarkeiten.
Termine können zentral koordiniert werden.

Gerade für Meister, Projektleiter und Bürokräfte ist ein sauber gepflegter Kalender wichtig.

Wenn klar ist, wer wann verfügbar ist, werden Abstimmungen einfacher.

Nicht jedes Microsoft-Tool ist automatisch die beste Lösung


Ein wichtiger Punkt aus dem Podcast:

Nur weil etwas im Microsoft-Universum enthalten ist, muss es nicht für jeden Zweck die beste Lösung sein.

Beispielhaft werden Terminbuchung oder Formulare angesprochen. In manchen Fällen können externe Tools besser oder einfacher sein.

Microsoft 365 sollte das Fundament sein. Aber ein Betrieb darf trotzdem prüfen, ob für einzelne Aufgaben andere Tools besser passen.

Entscheidend ist nicht Ideologie.
Entscheidend ist der Prozess.

Die Frage lautet immer:

Was macht den Ablauf für unseren Betrieb einfacher, schneller und zuverlässiger?

Microsoft oder Google – aber nicht beides gleichzeitig


Natürlich gibt es Alternativen zu Microsoft 365.

Google Workspace bietet ebenfalls E-Mail, Kalender, Dateiablage, Videokonferenzen und Zusammenarbeit.

Ein Betrieb kann mit Microsoft arbeiten.
Ein Betrieb kann mit Google arbeiten.

Aber ein Betrieb sollte nicht versuchen, beide Welten gleichzeitig als Hauptsysteme zu nutzen.

Denn dann entstehen doppelte Strukturen:

  • Dateien in OneDrive und Google Drive
  • Termine in Outlook und Google Kalender
  • Meetings in Teams und Google Meet
  • E-Mails in verschiedenen Systemen
  • Zugänge an mehreren Orten

Das macht Prozesse nicht kürzer, sondern komplizierter.

Deshalb gilt:

Ein Hauptsystem auswählen und konsequent nutzen.

Gute Einrichtung ist wichtiger als viele Funktionen


Microsoft 365 kann sehr viel. Aber genau das ist auch die Gefahr.

Wenn ein Betrieb einfach loslegt, entstehen schnell unklare Strukturen.

Deshalb sollte die Einrichtung geplant werden.

Wichtige Fragen sind:

  • Welche Lizenzen brauchen wir wirklich?
  • Wer bekommt welche Rolle?
  • Wie heißen unsere Gruppen?
  • Wie benennen wir Teams-Kanäle?
  • Wo liegen Dateien?
  • Wer darf was sehen?
  • Wie läuft Onboarding?
  • Wie läuft Offboarding?
  • Wie werden Geschäftshandys eingerichtet?
  • Welche Apps werden genutzt?
  • Welche Regeln gelten für Kommunikation?
  • Welche Kalender werden geteilt?
  • Welche Daten müssen gesichert werden?

Je sauberer das Fundament, desto leichter wird der Alltag.

Von Anfang an richtig aufbauen


Besonders für Gründer oder Betriebe, die gerade digital neu strukturieren, ist der Anfang entscheidend.

Wenn Microsoft 365 von Beginn an sauber eingerichtet wird, kann der Betrieb darauf aufbauen.

Wenn dagegen jahrelang improvisiert wird, wird eine spätere Umstellung deutlich schwieriger.

Dann müssen alte Daten sortiert, Zugriffe bereinigt, Gewohnheiten geändert und Strukturen neu aufgebaut werden.

Deshalb lohnt es sich, früh Ordnung zu schaffen.

Das gilt aber nicht nur für Gründer. Auch bestehende Betriebe können ihre Microsoft-Struktur überarbeiten.

Microsoft 365 im Handwerk: Der einfache Aufbau


Ein sinnvoller Einstieg kann so aussehen:

  1. Bestehende IT- und Kommunikationsstruktur erfassen
  2. Mitarbeitergruppen definieren: Büro, Baustelle, Führung, Verwaltung
  3. Passende Lizenzmodelle je Mitarbeitergruppe auswählen
  4. Zentrale E-Mail-Adressen und Benutzerkonten anlegen
  5. Outlook und Signaturen sauber einrichten
  6. Intune für Geräteverwaltung prüfen oder einführen
  7. Geschäftshandys und Laptops zentral verwalten
  8. OneDrive und SharePoint als Dateiablage strukturieren
  9. Teams als Kommunikationszentrale aufbauen
  10. Projektkanäle nach einheitlichem Namensschema anlegen
  11. Kalender und Besprechungsregeln definieren
  12. Zugriffe und Rollen sauber vergeben
  13. Mitarbeiter in Teams und Outlook einarbeiten
  14. Onboarding- und Offboarding-Prozess dokumentieren
  15. Regelmäßig prüfen, ob Lizenzen, Kosten und Prozesse noch passen

Das Ziel ist nicht, möglichst viele Tools zu nutzen.

Das Ziel ist, dass jeder weiß:

Wo finde ich was?
Wen erreiche ich wo?
Wo lege ich Informationen ab?
Wie läuft eine Baustellenabstimmung?
Welche Daten sind verbindlich?

Fazit: Microsoft 365 spart nur dann Zeit, wenn es System hat


Microsoft 365 kann für Handwerksbetriebe ein riesiger Gewinn sein.

Aber nicht, wenn es nur nebenbei genutzt wird.

Wer Outlook, Teams, OneDrive, Intune und Kalender ohne klare Struktur einsetzt, bekommt schnell digitale Unordnung. Wer dagegen sauber plant, passende Lizenzen auswählt und klare Regeln definiert, schafft ein starkes Fundament für den Betrieb.

Dann wird Microsoft 365 zur Schaltzentrale für:

  • Kommunikation
  • Dateiablage
  • Baustellenabstimmung
  • Geräteverwaltung
  • Videobesprechungen
  • Kalender
  • Onboarding
  • Wissenstransfer
  • Zusammenarbeit zwischen Büro und Baustelle

Die wichtigste Erkenntnis lautet:

Microsoft 365 ist nicht teuer, wenn es richtig eingesetzt wird. Teuer wird es, wenn man falsch lizenziert, schlecht strukturiert und die Möglichkeiten nicht nutzt.

Richtig aufgebaut sorgt Microsoft 365 für weniger Sucherei, weniger Fahrzeit, weniger Doppelarbeit und weniger IT-Chaos.

Und genau darum geht es bei kurzen Prozessen im Handwerk.

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Autor Manuel Epli

Über den Autor Manuel Epli


Manuel Epli studierte an der Universität Ulm die Fächer Mathematik, Informatik, Pädagogik und Psychologie. Er ist Gründer von eLearningPlus, einer Marke der digi professionals GmbH aus Ulm.


Die digi professionals GmbH ist ein TÜV- und AZAV-zertifiziertes Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von zielführenden und hochwertigen E-Learning-Maßnahmen und digitalen Schulungsplattformen spezialisiert hat.


Mit einer 3-stelligen Wachstumsrate pro Jahr, über 25 Mitarbeitern, sowie mehr als 500 betreuten Kunden gehört die digi professionals GmbH zu den führenden E-Learning-Anbietern im gesamten DACH-Raum.

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